Es ist jetzt schon wieder ein paar Wochen her, dass ich live ein Kind wegen Schule wirklich leiden habe sehen.
Heute waren Nami bei ihrer Freundin. Ich sagte den beiden, sie sollen aber nach einer halben Stunde wieder kommen. Sie kamen aber nicht ... über Stunden... irgendwann ging ich dann zu ihnen hinüber.
Und siehe da, sie waren mit Deutsch-Hausaufgaben beschäftigt.
Meine Tochter hatte am Computer ihren Aufsatz geschrieben und er war so, wie sie die Aufgabe verstanden hatte. Sie hatte eine Geschichte geschrieben, am PC, mit Spannungsbogen.
Und dann hat ihre Freundin auch eine Geschichte geschrieben. Auch mit Spannungsbogen, aber er erfüllte die Anforderungen der Hausaufgabe nicht. Und dann musste sie diese Geschichte wieder und wieder schreiben. Nach dem 3.ten Mal fing sie an zu weinen und sich wirklich am Boden in Embryonalstellung zu legen. Und zusammen ziehen und wieder auseinander.
Und dann ging sie in ihr Zimmer und schrieb die Geschichte noch einmal. Aber wieder genügte es nicht den Anforderungen der Mutter. Die Mutter hatte aber selbst nicht verstanden worum es ging - die war ja auch nur in der Schule gewesen und dachte es muss einfach so erfüllt werden, wie es da steht. Nicht, dass es darum ging einen Spannungsbogen zu bauen und dass es überhaupt darum geht, dem Kind nicht die Freude komplett am Schreiben zu verderben.
Aber unerbittlich wollte sie, dass es so erfüllt wird, wie es eben dort gefordert wird. Es gibt diesen berühmten Spruch: Wo Bücher brennen, da brennen auch bald Menschen. Ich denke der gilt nicht für Schulbücher. Ich möchte das Feuer sehen, dass dieses Leid verzehrt, dass sie mit sich bringen. Oder ist es die Schule selbst? Irgendetwas fordert diesen blinden und unverständigen und mitleidslosen Wettlauf um die Plätze in der Gesellschaft, die nur mit Gehorsam zu verdienen sind und die immer weniger werden.
Wenn ich Menschen die Schule loslassen sehe, dann sehe ich auch oft, dass sie wieder plötzlich anfangen ihre Kinder zu sehen. Die Menschlichkeit scheint zurück zu kommen. Nein, sie war immer da. Aber unter der Panik seine Pflicht nicht zu erfüllen ist sie nur verschüttet gegangen. Wie kann man sich diesem System entziehen? Wie kann man gut bleiben... im Schlechten? Ich glaube es geht nicht. Die Schule korrumpiert. Und das ist schon das Ende der Geschichte. Es gibt kein Wenn und kein Aber... keine freie Schule und keine Ausnahme die dem Kind gut tut. Es ist ein Spiel, das nach bestimmten Regeln funktioniert. So wie Risiko. Du kannst den anderen direkt besiegen, Du kannst andere gegeneinander aufhetzen, aber am Ende kannst Du nicht einfach Deine Armee in den Ozean verlegen und Utopia eröffnen und Dich zum Pazifismus erklären. Allein dadurch, dass alle anderen spielen wirst Du gezwungen auch zu spielen. Alles andere ist Illusion.
Die Mutter bat uns nach weiteren zwei Iterationsrunden zu gehen, denn jetzt wurde es ernst. Ich konnte es gar nicht glauben. Ich hatte einfach kein Kind ... und keine Mutter / Vater mehr seit langen in solchen Qualen gesehen und der Ernst sollte jetzt erst beginnen. Also es geht hier nicht um körperliche Gewalt... das ist klar... ich kenne die Familie... aber es geht um die Erzwingung des Gehorsams und des Willensbrechens, damit man später funktioniert. Deswegen mag ich aber auch so gerne russische Familie, die sabbeln nicht von Konsequenzen wenn sie Strafe meinen und schwadronieren nicht von Motivieren wenn sie Unterordnen meinen. Sie nennen es noch so wie es ist.
Wir gingen dann... sehr bedrückt. Meine Tochter meinte, das wäre immer so mit den Hausaufgaben und das ist es was die Schule macht. Ich fragte sie, was sie denn meinte mit: Das macht die Schule. --- "Sie tötet die Fantasie" - ja und genau darum ging es. Der Text musste so geschrieben werden, wie es gefordert war. Der Rahmen war weit genug, dass man sagen konnte: Hier ist Fantasie gefragt. Aber er war so eng, dass die Fantasie schon alles vorgesetzt bekam, was sie brauchte um das Bild und die Geschichte fertig zu haben. Pure Suggestion. Ein langsames Unterwandern von allem, was einen menschlich macht. Unmerkbar. Wie ein Tarnkappenbomber - perfekt geformt über die Zeit.
Am Abend las ich dann Chopper noch aus einem Wissenschaftsbuch vor - während er für die Familie kochte. Es stellte sehr plastisch dar, wie das Experiment die Theorie ablöste. Wie über Generationen falsch geglaubtes Wissen zum Dogma werden kann und wie dieses Dogma durch einfache Experimente zum Wackeln gebracht werden konnte. Und wir unterhielten uns viel darüber.
Beim Essen hatten wir dann ein noch spannenderes Gespräch. Auf die Frage, wie mein erster Computer aussah, habe ich erzählt, dass es damals eigentlich nur eine Tastatur war. Mit den Fähigkeiten eines programmierbaren Taschenrechners. Dass es kein Internet gab, was alle wussten, aber auch keine CDs, USB-Sticks, Memory-Cards, sogar Floppys waren zu teuer für mich und man hatte Hörkassetten auf die man Programme spielte und die piepsten wenn man sie in ein normale Stereoanlage steckte. Aber nicht mal so etwas hatte ich und so musste ich alles, was ich spielen wollte selber programmieren. Und das musste ich auch erst mal lernen.
Aber auf diesen Computern wurde der Mondflug berechnet und die Amis knackten darauf die Codes der Deutschen (typisch Amis, immer am Krieg führen).
Und dann kamen wir auf Alan Turing, der diese Codes knackte. Und dann kamen wir zur Turing Maschine, mit der Turing bewies, dass jedes mathematische Problem an einem unendlichen Band mit 0llern und 1sern ausgerechnet wurde. Einfach in dem man hin und her läuft und diese 0er zu 1sern setzt und die 1ser auf 0 löscht.
Und nun erklärte ich den Kindern, wie sie eine Subtraktion (Minus) durch eine Addition programmieren können. Nami fragte dann, wieso das Band addieren konnte. Das Band kann aber erst mal nichts - das müssten sie schon selbst programmieren. Und Nami und Chopper suchten dann einen Weg wie sie selbst eine Addition programmieren könnten - und fanden diesen Weg recht einfach (was mich natürlich sehr gefreut und unglaublich stolz auf ihre Bildung gemacht hat).
Dann haben wir nach dem Essen noch eine Dokumentation - mal wieder über die Geschichte des Lebens - angesehen. Auch hier hat sich einiges bei den Kindern getan. Früher haben sie nach 20 Minuten immer pünktlich aufgehört, aber mittlerweile lieben sie es schon selber und verstehen unglaublich viel. Sie wollen dann immer länger kucken - aber Sanji (jetzt noch 7 Jahre alt) will dann spätestens nach 30 Minuten aufhören.
Wenn sie eine Doku durch haben, dann suchen sie schon selbständig die nächste aus und es gibt ein kurzes Brainstorming was als nächstes kommen soll und schon geht es weiter. Es ist eine Freude da zuzusehen.
Nami (wir erinnern uns, mein Mädchen, das noch vor 2 Jahren mit Dyslexie kämpfte) liest mittlerweile Bücher weit über ihrem Alter. Als letztes hat sie den Jugendroman: Die schwarzen Brüder (von Lisa Tetzner) gelesen. Und nun liest sie "Wer die Nachtigall stört" ein unglaublich tiefgehender Roman über wahren Mut. Und dass Menschen manchmal auch dann kämpfen müssen, wenn sie schon lange vor Beginn des Kampfes verloren haben. Und das liebe Menschen aus allen verschiedenen Gründen grausame Sachen tun müssen (so wie tollwütige Hunde erschießen). Über Aufrichtigkeit und die Fähigkeit auch schlimmste Beleidigungen zu verstehen und auszuhalten. Und interessanterweise spielt er genau zwischen zwei Generationen, von denen die Eltern noch ohne Schule groß wurden und die Kinder dauernd in die Schule müssen.
Ich lese dann auch immer vor - und sie kann gar nicht genug kriegen von den Geschichten. Das sind diese langen Abende, die unverantwortlich spät enden. Die aber ein einziges gemütliches und kuscheliges Zusammenwachsen und miteinander Wachsen sind.
Und dann sehe ich wieder ihre beste Freundin. Sie ist wirklich das fröhlichste Mädchen, das ich kenne, aber sie hat diese absolute Ablehnung gegen alles was Lesen ist. Gegen jedes Buch. Und anstatt, dass sie einfach mal spielen darf wird sie durch das System gepresst. Ich bin jeden Tag dankbar, dass mich vor 10 Jahren die Neubronners durch eine schräge Wendung des Schicksals angerufen haben und sie einfach ohne Schule lebten. Ohne sie hätte ich es von selbst nie geschafft an diesem Dogma zu rütteln
.
Deswegen: Nützt jede Chance aufzuklären. Auch wenn Ihr Euch lächerlich macht, oder Spott kassiert, oder Unverständnis oder das in unserer Gesellschaft so stark gefürchtete Naserümpfen. Manchmal treffen Eure Worte und Euer Vorleben auf einen Menschen, der nur darauf gewartet hat. Der innerlich seine Kopf an diesem goldenen Schulpflicht-Kalb kaputt geschlagen hat. Für ihn werden sich die innerlichen Fesseln lösen und seine Kinder werden nicht leiden müssen. Und damit auch eine Chance auf Bildung haben. Es ist wie ein Samen, den man über die Welt streut. Auf Beton wird er nicht aufgehen. Aber er wird auch manchmal auf Gras fallen und manchmal sogar aufgehen.
Posts mit dem Label Homeschooling Dyslexie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Homeschooling Dyslexie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Mittwoch, 16. November 2016
Sonntag, 15. Mai 2016
Mal wieder ein Update - Gerichtstermin, Namis Berufswunsch, Chopper wird Flügge und Sanjis Leseparty
Zuerst der Gerichtstermin, da meine Ex findet ich mache zu wenig "Schulstoff" und zu viel "Bildung" mit den Kindern, aber Schulstoff wichtiger ist hatte ich jetzt einen Gerichtstermin vor einem franz. Gericht.
Natürlich konnte ich spielend alle Anzweifelungen und Anschuldigungen vom Tisch fegen, zumal ich mittlerweile gewohnt bin mit "Autoritäten" zu sprechen und einen lockeren, freundschaftlichen Umgang zu jedem Menschen pflege.
Ich war am Abend vor dem Termin nervös... es hat sich so wie vor dem Abitur angefühlt... wo man sich denkt: Heute ist der letzte Tag dieses Lebens und wenn ich es morgen versaue, dann ist alles vorbei und ... keine Ahnung. Es ist wie der Vorabend einer großen Operation am offenen Herzen, heute singen noch die Vögel, die Sonne scheint, aber am nächsten Tag kann schon alles wirklich für immer vorbei sein.
Und dann hatte ich kurz vor Sonnenuntergang die Wende. Mir ist alles bewusst geworden, was ich gelernt habe, wie viel ich trainiert habe, an mir gearbeitet habe, wie ich tausend mal hinausgegangen bin um zu wachsen... und zu wachsen... wie oft ich meine Komfort-Zone verlassen habe...
Und dann war da nur noch der Spruch von Muhammed Ali (oder wie man ihn schreibt): I am the greatest!
Es war so eine tiefe innere Überzeugung, dass was auch passiert, ich das Beste daraus mache, wie ich es schon tausendmal geschafft habe und noch 50.000 mal schaffen werde. Ich war in diesem Augenblick unbesiegbar.
Und diese Einstellung hat mich dann nicht mehr verlassen.... selbst vor der Verhandlung bin ich noch herumgetänzelt vor innerer Freude wie ein Boxer im Ring.
In der Verhandlung selbst war ich dann noch gelöster, mein Geist war klar wie Bergwasser und meine Erwiderungen (obwohl in Französisch) kamen einfach so.
Ich wusste einfach, dass ich es kann. Dass ich größer als die Situation bin und dass ich auch größer als jede Niederlage bin... selbst wenn eine käme... ich würde es in etwas Positives verwandeln.
Wow... das war mein "One Moment in Time".
Ich habe auch eine politische und soziale Bewegung gegründet, die auf diesem Prinzip gründet: Nimm immer den größten nächsten Schritt, der sich anbietet. Gehe nie einen Schritt zurück, denn Du trittst allen die hinter Dir stehen auf die Füße. Wenn Du nach hinten gehst, dann nur um Anlauf zu nehmen.
So... und jetzt wie geht's den Kindern. Mein inneres Wachstum wirkt sich sehr stark auf meinen Umgang mit den Kindern aus. Ich habe eine neue Lockerheit entwickelt, so dass wir wirklich viel Spaß und Freude miteinander haben.
Nami will nun Klinik-Clown werden. Ich finde das einen tollen Job, als ich im Krankenhaus war kamen die mal zu mir und ich dachte mir nur: "Clowns.. echt jetzt? Ich habe hier ganz andere Probleme und da kommen die roten Nasen herein und wollen mich zum *Lachen* bringen. Lachen ist absolut daneben in meiner Lage." - und sie haben es trotzdem geschafft. Ich kann mir vorstellen, wie schwer es für einen Clown sein muss todkranke Kinder zum Lachen zu bringen... oder Erwachsene. Aber es macht so einen Unterschied. Und jetzt will sie genau diesen Job mit den Worten: Lachen ist die beste Medizin.
Nach all dem Gehänge mit dem Lesen liest sie nun sehr gut. Pro Woche ca. ein Buch; ihr Ziel ist es alles von Astrid Lindgren zu lesen. Ich habe jetzt ein paar neue Bücher angebracht ("Briefe vom miesesten Planeten des Universums" und "Der 14.te Goldfisch") und sie fängt auch an diese zu lesen.
Chopper hat sein erstes längeres Zeltlager. Insgesamt 4 Übernachtungen. Er hat gesagt: Er genießt es ohne Eltern, wir sollen bloß nicht vorbei schauen. Autsch... aber er wird bald 12...
Er liest aktuell ein Buch nach dem anderen. So ca. 1200 Seiten in der Woche. Sein Skill-Training hat er deswegen schleifen gelassen und ich habe eine Weile zugeschaut. Ich wollte sehen, was daraus kommt. Aber er las einfach noch mehr - und noch unansprechbarer. Er hat jetzt alle Bücher durch, die Worte wie "Chroniken", "Drachen" oder "Reiter" drinnen hatten. Drachenreiter, Adlerreiter, Pegasusreiter, Phönixreiter... fehlen nur Pferdereiter und Eselsreiter. Ich habe ihm dann wieder sein Skill-Training ans Herz gelegt, das ist einfach wichtig meiner Meinung.
Aktuell lernt er Französisch, Latein und Italienisch. Für Latein ist er sogar schon Contributor auf Memrise. Mit einem sehr schönen Text in seiner Bio. Da steht, dass er das Interesse an Latein durch seinen Vater bekommen hat, der bei jedem Wort die lateinische Wurzel erzählt hat.
Wir haben jetzt die Gewohnheit eingeführt jeden Tag macht jeder einen Haushaltstask. Chopper hat wirklich das Kochen übernommen. Das ist echt toll, nicht mehr jeden Tag kochen zu müssen. Nur manchmal komme ich in die Küche, das Nudelwasser ist komplett verdampft und er ist 40 Seiten in seinem Buch weiter.
Sanji hat - endlich, dass ich das noch erleben darf!!!! - ohne Probleme Lesen gelernt. Damit ist er mein erstes Kind, das sich - wie in den "Kinder lernen selber"-Ratgebern - innerhalb kurzer Zeit und mit nur wenigen Tipps und Übungen Lesen beigebracht hat. Man möchte sagen fast von selbst. Er liest nun schon so gut, dass wir seine Leseparty geben.
Interessant ist wie die Kinder schon rechen. Ich habe nur hin und wieder kleine Tipps gegeben. Die Mutter hat sie auf Khan Academy verfrachtet und manchmal diskutieren wir über mathematische Probleme (aber eben nicht rechnen) und sie rechnen echt Dinge wie: 2*96 oder 1050 /2 - auch Sanji rechnet das schon ziemlich akkurat.
Ich lege da zwar weder Wert noch Fokus darauf, sonder vermeide das Thema eher, aber ich finde es dennoch interessant, wie sich so was entwickelt.
Aktuell lernen die beiden Kleineren eine Fremdsprache und 10-Finger-System. Nami lernt Spanisch auf Duolingo und Sanji kuckt Peppa Pig in Spanisch an.
Natürlich konnte ich spielend alle Anzweifelungen und Anschuldigungen vom Tisch fegen, zumal ich mittlerweile gewohnt bin mit "Autoritäten" zu sprechen und einen lockeren, freundschaftlichen Umgang zu jedem Menschen pflege.
Ich war am Abend vor dem Termin nervös... es hat sich so wie vor dem Abitur angefühlt... wo man sich denkt: Heute ist der letzte Tag dieses Lebens und wenn ich es morgen versaue, dann ist alles vorbei und ... keine Ahnung. Es ist wie der Vorabend einer großen Operation am offenen Herzen, heute singen noch die Vögel, die Sonne scheint, aber am nächsten Tag kann schon alles wirklich für immer vorbei sein.
Und dann hatte ich kurz vor Sonnenuntergang die Wende. Mir ist alles bewusst geworden, was ich gelernt habe, wie viel ich trainiert habe, an mir gearbeitet habe, wie ich tausend mal hinausgegangen bin um zu wachsen... und zu wachsen... wie oft ich meine Komfort-Zone verlassen habe...
Und dann war da nur noch der Spruch von Muhammed Ali (oder wie man ihn schreibt): I am the greatest!
Es war so eine tiefe innere Überzeugung, dass was auch passiert, ich das Beste daraus mache, wie ich es schon tausendmal geschafft habe und noch 50.000 mal schaffen werde. Ich war in diesem Augenblick unbesiegbar.
Und diese Einstellung hat mich dann nicht mehr verlassen.... selbst vor der Verhandlung bin ich noch herumgetänzelt vor innerer Freude wie ein Boxer im Ring.
In der Verhandlung selbst war ich dann noch gelöster, mein Geist war klar wie Bergwasser und meine Erwiderungen (obwohl in Französisch) kamen einfach so.
Ich wusste einfach, dass ich es kann. Dass ich größer als die Situation bin und dass ich auch größer als jede Niederlage bin... selbst wenn eine käme... ich würde es in etwas Positives verwandeln.
Wow... das war mein "One Moment in Time".
Ich habe auch eine politische und soziale Bewegung gegründet, die auf diesem Prinzip gründet: Nimm immer den größten nächsten Schritt, der sich anbietet. Gehe nie einen Schritt zurück, denn Du trittst allen die hinter Dir stehen auf die Füße. Wenn Du nach hinten gehst, dann nur um Anlauf zu nehmen.
So... und jetzt wie geht's den Kindern. Mein inneres Wachstum wirkt sich sehr stark auf meinen Umgang mit den Kindern aus. Ich habe eine neue Lockerheit entwickelt, so dass wir wirklich viel Spaß und Freude miteinander haben.
Nami will nun Klinik-Clown werden. Ich finde das einen tollen Job, als ich im Krankenhaus war kamen die mal zu mir und ich dachte mir nur: "Clowns.. echt jetzt? Ich habe hier ganz andere Probleme und da kommen die roten Nasen herein und wollen mich zum *Lachen* bringen. Lachen ist absolut daneben in meiner Lage." - und sie haben es trotzdem geschafft. Ich kann mir vorstellen, wie schwer es für einen Clown sein muss todkranke Kinder zum Lachen zu bringen... oder Erwachsene. Aber es macht so einen Unterschied. Und jetzt will sie genau diesen Job mit den Worten: Lachen ist die beste Medizin.
Nach all dem Gehänge mit dem Lesen liest sie nun sehr gut. Pro Woche ca. ein Buch; ihr Ziel ist es alles von Astrid Lindgren zu lesen. Ich habe jetzt ein paar neue Bücher angebracht ("Briefe vom miesesten Planeten des Universums" und "Der 14.te Goldfisch") und sie fängt auch an diese zu lesen.
Chopper hat sein erstes längeres Zeltlager. Insgesamt 4 Übernachtungen. Er hat gesagt: Er genießt es ohne Eltern, wir sollen bloß nicht vorbei schauen. Autsch... aber er wird bald 12...
Er liest aktuell ein Buch nach dem anderen. So ca. 1200 Seiten in der Woche. Sein Skill-Training hat er deswegen schleifen gelassen und ich habe eine Weile zugeschaut. Ich wollte sehen, was daraus kommt. Aber er las einfach noch mehr - und noch unansprechbarer. Er hat jetzt alle Bücher durch, die Worte wie "Chroniken", "Drachen" oder "Reiter" drinnen hatten. Drachenreiter, Adlerreiter, Pegasusreiter, Phönixreiter... fehlen nur Pferdereiter und Eselsreiter. Ich habe ihm dann wieder sein Skill-Training ans Herz gelegt, das ist einfach wichtig meiner Meinung.
Aktuell lernt er Französisch, Latein und Italienisch. Für Latein ist er sogar schon Contributor auf Memrise. Mit einem sehr schönen Text in seiner Bio. Da steht, dass er das Interesse an Latein durch seinen Vater bekommen hat, der bei jedem Wort die lateinische Wurzel erzählt hat.
Wir haben jetzt die Gewohnheit eingeführt jeden Tag macht jeder einen Haushaltstask. Chopper hat wirklich das Kochen übernommen. Das ist echt toll, nicht mehr jeden Tag kochen zu müssen. Nur manchmal komme ich in die Küche, das Nudelwasser ist komplett verdampft und er ist 40 Seiten in seinem Buch weiter.
Sanji hat - endlich, dass ich das noch erleben darf!!!! - ohne Probleme Lesen gelernt. Damit ist er mein erstes Kind, das sich - wie in den "Kinder lernen selber"-Ratgebern - innerhalb kurzer Zeit und mit nur wenigen Tipps und Übungen Lesen beigebracht hat. Man möchte sagen fast von selbst. Er liest nun schon so gut, dass wir seine Leseparty geben.
Interessant ist wie die Kinder schon rechen. Ich habe nur hin und wieder kleine Tipps gegeben. Die Mutter hat sie auf Khan Academy verfrachtet und manchmal diskutieren wir über mathematische Probleme (aber eben nicht rechnen) und sie rechnen echt Dinge wie: 2*96 oder 1050 /2 - auch Sanji rechnet das schon ziemlich akkurat.
Ich lege da zwar weder Wert noch Fokus darauf, sonder vermeide das Thema eher, aber ich finde es dennoch interessant, wie sich so was entwickelt.
Aktuell lernen die beiden Kleineren eine Fremdsprache und 10-Finger-System. Nami lernt Spanisch auf Duolingo und Sanji kuckt Peppa Pig in Spanisch an.
Freitag, 15. Januar 2016
Update - Das Ende der Dyslexie und weiteres
Vielleicht erinnert sich noch der ein oder andere, dass Nami noch vor 15 Monaten stark mit dem Lesen kämpfte - dann haben wir durch ein sehr hartes Training die 48 Wörter pro Minute erreicht. Ein Niveau, auf dem man flüssig lesen kann - nicht super, aber halt so, dass man die Geschichten versteht.
Fast Forward in die Gegenwart: "Eine Woche ohne Lesen hätte ich nicht überlebt" - ich war wirklich überrascht, als ich diesen Satz heute gehört habe.
Was ist in diesem Jahr passiert?
Nach dem harten Training machten wir praktisch einen kompletten Stopp. Es gab keinerlei Training mehr. Ich war erschöpft - sie war erschöpft. Und das Ziel war vorerst erreicht.
Nach ein paar Wochen der Pause lieh ich dann Comics aus... die Reihe "Der kleine Prinz" war besonders interessant. Auch Garfield, Donald Duck, Goofy und Hägar (wobei sie Hägar nicht so mochte). Auch andere leichte Kost. Am Anfang hatte sie noch gemeint: "Ich hasse Comics".
Doch mit der Zeit - und ich ließ sie da einfach in Ruhe - legte sich das und sie fing an die Comics zu lesen. Wenn ich sie sah, wie sie auf der Couch eines las, ging ich schnell weiter - tat so als ob ich nichts gesehen hätte. Nicht, dass sie aus stolz ihre Aussage "Ich hasse Comics" demonstrieren musste und das schnell weglegte.
Und so ... liest sie mittlerweile praktisch alles von Astrid Lindgren. "Kinder aus der Krachmacherstraße", "Kinder aus Bullerbü", "Michel bringt die Welt in Ordnung" und all das.
Man möchte es fast gar nicht glauben.
Ich habe dann letztens eine Lesemessung mit ihr gemacht. Mit RapidTyping. Und sie war bei ca. 300 Zeichen pro Minute. Das ist praktisch eine altersgemäße Lesegeschwindigkeit.
Rechtschreibung? Die wird kommen :) Jetzt soll sie erst mal ihr Lesen genießen. Und in einem Jahr schreibe ich dann darüber :)
Aktuell lernt sie als Skill-Trainings: Spanisch und 10-Finger-System. Und bei 10 Finger-System ist sie mittlerweile bei 70 Zeichen pro Minute.
Sanji (bald 7 Jahre) liest nun auch ziemlich normal. Wagt sich auch an kleinere Bücher heran und ist auf einem Niveau, dass ich alles Lesetrainings aufgehört habe. Auch er lernt jetzt 10-Finger-System. Auch wenn er noch sehr klein ist und seine Fortschritte mehr spielerisch sind, macht es ihn schon stolz auch da besser zu werden.
Chopper.... wo fange ich an? Er hat nun seine 8 oder 9 Kurse. Und lernt Französisch (hier schon ein sehr gutes Niveau - gerade übersetzt er mir Tintenherz (Coeur d'encre), und Latein (hier übersetzt er "Cornelia" - ja das kleine Biest gibt es auch auf Latein) und Italienisch (wo wir gerade anfangen, Roald Dahls "Magische Medizin" zu übersetzen). Zusätzlich lesen wir jeden Tag zwei Kapitel in einem Geschichtsbuch (aktuell "Die Geschichte der Wirtschaft", als nächstes dann über Krieg, Philosophie und Sklaverei). Und schauen uns noch zusätzlich irgendeine Youtube-Dokumentation über Geschichte an. Wenn er etwas nicht weiß, sieht er es sofort auf seinem Handy nach. Auch finde ich ganz toll, was er für eine App-Auswahl auf seinem Handy hat: Wikipedia, Anki und Memrise.
Er wird immer erwachsener, das geht nicht nur von seiner eigenen Entwicklung, sondern auch im Haushalt macht er seine Tasks praktisch von sich aus. Motzt nicht herum, sondern weist die beiden anderen Kinder darauf hin, dass sie - wenn sie mal ausgezogen sind - keinen Vater mehr haben, der das alles für sie übernimmt. Ich war wirklich erstaunt, als ich das hörte. Dankbarkeit für die Dinge, die andere für einen tun, finde ich eine der wichtigsten Eigenschaften. Zusammen mit Großzügigkeit in dem was man für andere tut.
Auch durch seine vielen Sportarten: Paddeln, Schwimmen, Parcours, Tanzen und Klettern ist er in seiner körperlichen Entwicklung auch sehr gut dabei.
Es ist einfach nur schön zuzusehen, wie Kinder jeden Tag größer und stärker werden. Und trotzdem bleibt ihnen noch so viel Zeit für Freunde und Spielen :)
Fast Forward in die Gegenwart: "Eine Woche ohne Lesen hätte ich nicht überlebt" - ich war wirklich überrascht, als ich diesen Satz heute gehört habe.
Was ist in diesem Jahr passiert?
Nach dem harten Training machten wir praktisch einen kompletten Stopp. Es gab keinerlei Training mehr. Ich war erschöpft - sie war erschöpft. Und das Ziel war vorerst erreicht.
Nach ein paar Wochen der Pause lieh ich dann Comics aus... die Reihe "Der kleine Prinz" war besonders interessant. Auch Garfield, Donald Duck, Goofy und Hägar (wobei sie Hägar nicht so mochte). Auch andere leichte Kost. Am Anfang hatte sie noch gemeint: "Ich hasse Comics".
Doch mit der Zeit - und ich ließ sie da einfach in Ruhe - legte sich das und sie fing an die Comics zu lesen. Wenn ich sie sah, wie sie auf der Couch eines las, ging ich schnell weiter - tat so als ob ich nichts gesehen hätte. Nicht, dass sie aus stolz ihre Aussage "Ich hasse Comics" demonstrieren musste und das schnell weglegte.
Und so ... liest sie mittlerweile praktisch alles von Astrid Lindgren. "Kinder aus der Krachmacherstraße", "Kinder aus Bullerbü", "Michel bringt die Welt in Ordnung" und all das.
Man möchte es fast gar nicht glauben.
Ich habe dann letztens eine Lesemessung mit ihr gemacht. Mit RapidTyping. Und sie war bei ca. 300 Zeichen pro Minute. Das ist praktisch eine altersgemäße Lesegeschwindigkeit.
Rechtschreibung? Die wird kommen :) Jetzt soll sie erst mal ihr Lesen genießen. Und in einem Jahr schreibe ich dann darüber :)
Aktuell lernt sie als Skill-Trainings: Spanisch und 10-Finger-System. Und bei 10 Finger-System ist sie mittlerweile bei 70 Zeichen pro Minute.
Sanji (bald 7 Jahre) liest nun auch ziemlich normal. Wagt sich auch an kleinere Bücher heran und ist auf einem Niveau, dass ich alles Lesetrainings aufgehört habe. Auch er lernt jetzt 10-Finger-System. Auch wenn er noch sehr klein ist und seine Fortschritte mehr spielerisch sind, macht es ihn schon stolz auch da besser zu werden.
Chopper.... wo fange ich an? Er hat nun seine 8 oder 9 Kurse. Und lernt Französisch (hier schon ein sehr gutes Niveau - gerade übersetzt er mir Tintenherz (Coeur d'encre), und Latein (hier übersetzt er "Cornelia" - ja das kleine Biest gibt es auch auf Latein) und Italienisch (wo wir gerade anfangen, Roald Dahls "Magische Medizin" zu übersetzen). Zusätzlich lesen wir jeden Tag zwei Kapitel in einem Geschichtsbuch (aktuell "Die Geschichte der Wirtschaft", als nächstes dann über Krieg, Philosophie und Sklaverei). Und schauen uns noch zusätzlich irgendeine Youtube-Dokumentation über Geschichte an. Wenn er etwas nicht weiß, sieht er es sofort auf seinem Handy nach. Auch finde ich ganz toll, was er für eine App-Auswahl auf seinem Handy hat: Wikipedia, Anki und Memrise.
Er wird immer erwachsener, das geht nicht nur von seiner eigenen Entwicklung, sondern auch im Haushalt macht er seine Tasks praktisch von sich aus. Motzt nicht herum, sondern weist die beiden anderen Kinder darauf hin, dass sie - wenn sie mal ausgezogen sind - keinen Vater mehr haben, der das alles für sie übernimmt. Ich war wirklich erstaunt, als ich das hörte. Dankbarkeit für die Dinge, die andere für einen tun, finde ich eine der wichtigsten Eigenschaften. Zusammen mit Großzügigkeit in dem was man für andere tut.
Auch durch seine vielen Sportarten: Paddeln, Schwimmen, Parcours, Tanzen und Klettern ist er in seiner körperlichen Entwicklung auch sehr gut dabei.
Es ist einfach nur schön zuzusehen, wie Kinder jeden Tag größer und stärker werden. Und trotzdem bleibt ihnen noch so viel Zeit für Freunde und Spielen :)
Sonntag, 24. Mai 2015
Dyslexie, Hörbücher und Eiscreme
Nami hat jetzt erst mal komplett zu Lesen aufgehört. Nach der Party war für sie anscheinend die Luft raus. Die 46 wpm haben ihr auch erst mal genügt. Die Mutter ist ja weiterhin davon überzeugt, dass Dyslexie mein Hirngespinst ist und eigentlich alles in bester Ordnung.
Zusätzlich macht die Mutter mit Nami auch Lesen auf Englisch. Ich finde das zwar zweifelhaft, aber bei getrennten Eltern gibt es halt auch oft getrennte Vorstellungen von Erziehung und den besten Methoden (die gibt es natürlich auch bei nicht getrennten Eltern, aber die Lösungsfindung halte ich für einfacher, wenn ein gutes Verhältnis besteht).
Also stelle ich mich jetzt mal hinter diesen Englisch-Ansatz und schaue wohin er führt. Manchmal... ganz selten liest Nami dem kleinen Sanji auch etwas vor und dann verhalte ich mich so unauffällig wie möglich... Nein, hier ist kein Papa zur Hand, der jetzt auch vorlesen könnte :P...
Ich gehe jetzt erst mal den entspannten Weg und habe ganz viele Hörbücher für Nami besorgt. Zusätzlich mache ich mit ihr - und das ist ihr Geburtstagsgeschenk, da ich ja keine Geschenke *kaufe*: 5 Tage lang jeden Tag Eiscreme mit unserer Eismaschine und den Rezepten, die wir auf Pinterest.com finden. Die sind einfach super. (Habe ich schon gesagt, dass ich ein ganz tiefempfunder Fan von Pinterest bin? )
Zusätzlich will Nami ja Hühner füttern und pflegen. Also gehen wir jetzt jeden Sonntag zum Kleintierzüchterverein - und fragen, ob einer der Züchter sie mithelfen lassen will. Den ersten Sonntag haben die Züchter nur begossen in die andere Richtung gekuckt. Dieses Mal, hat sich schon einer erbarmt und hat seinen Züchterfreund (Ralf) gefragt, ob er ihr nicht die Hühner zeigen wolle. Das hat Ralf dann gemacht und Nami durfte sogar füttern und eins anfassen - er wollte ihr sogar zeigen, wie man es hoch nimmt. Am Ende hat er ihr noch angeboten, dass sie dann auch einen Schlüssel haben könne und so helfen könne (das hat er sich dann aber doch noch überlegt). Ich denke Nami kann hier auch wieder eine ganz wichtige Lektion des Lebens lernen: Endurance and Perseverance get you everywhere (auf Deutsch: steter Tropfen höhlt den Stein).
Und im Herbst/Winter fangen wir dann wieder mit einem Lesetraining an (falls es sich bis dahin nicht schon erledigt hat). Aber jetzt erstmal die Sommerferien und Eiscreme genießen.
Zusätzlich macht die Mutter mit Nami auch Lesen auf Englisch. Ich finde das zwar zweifelhaft, aber bei getrennten Eltern gibt es halt auch oft getrennte Vorstellungen von Erziehung und den besten Methoden (die gibt es natürlich auch bei nicht getrennten Eltern, aber die Lösungsfindung halte ich für einfacher, wenn ein gutes Verhältnis besteht).
Also stelle ich mich jetzt mal hinter diesen Englisch-Ansatz und schaue wohin er führt. Manchmal... ganz selten liest Nami dem kleinen Sanji auch etwas vor und dann verhalte ich mich so unauffällig wie möglich... Nein, hier ist kein Papa zur Hand, der jetzt auch vorlesen könnte :P...
Ich gehe jetzt erst mal den entspannten Weg und habe ganz viele Hörbücher für Nami besorgt. Zusätzlich mache ich mit ihr - und das ist ihr Geburtstagsgeschenk, da ich ja keine Geschenke *kaufe*: 5 Tage lang jeden Tag Eiscreme mit unserer Eismaschine und den Rezepten, die wir auf Pinterest.com finden. Die sind einfach super. (Habe ich schon gesagt, dass ich ein ganz tiefempfunder Fan von Pinterest bin? )
Zusätzlich will Nami ja Hühner füttern und pflegen. Also gehen wir jetzt jeden Sonntag zum Kleintierzüchterverein - und fragen, ob einer der Züchter sie mithelfen lassen will. Den ersten Sonntag haben die Züchter nur begossen in die andere Richtung gekuckt. Dieses Mal, hat sich schon einer erbarmt und hat seinen Züchterfreund (Ralf) gefragt, ob er ihr nicht die Hühner zeigen wolle. Das hat Ralf dann gemacht und Nami durfte sogar füttern und eins anfassen - er wollte ihr sogar zeigen, wie man es hoch nimmt. Am Ende hat er ihr noch angeboten, dass sie dann auch einen Schlüssel haben könne und so helfen könne (das hat er sich dann aber doch noch überlegt). Ich denke Nami kann hier auch wieder eine ganz wichtige Lektion des Lebens lernen: Endurance and Perseverance get you everywhere (auf Deutsch: steter Tropfen höhlt den Stein).
Und im Herbst/Winter fangen wir dann wieder mit einem Lesetraining an (falls es sich bis dahin nicht schon erledigt hat). Aber jetzt erstmal die Sommerferien und Eiscreme genießen.
Mittwoch, 11. März 2015
Dyslexie mit RapidTyping - eine sehr gute Lesehilfe
Wie ich schon mal erklärt habe benützen wir RapidTyping als Lese-Hilfe/Begleitung.
Wir haben jetzt innerhalb von 6 Monaten (nur jede 2.te Woche geübt) zwei Verdoppelungen der Lesegeschwindigkeit bekommen. Angefangen mit 8 wpm (Wörter pro Minute) auf 20 und letztens sogar 46 wpm. (Ja, es gab eine kleine Party :) )
(Der Link zum Download)
(Der Link zur Website)
RapidTyping ist eigentlich ein Programm um 10-Finger-System zu lernen. Und es ist kostenlos!
Zusätzlich kann man damit tippen lernen. Seitdem Nami nun ein gutes Niveau erreicht hat, hat sie selbst damit angefangen tippen zu lernen. Das bedeutet sie tippt ihre Buchstaben selber und verknüpft eindeutig eine Bewegungsabfolge mit einem Buchstaben. Auch hier steigert sie sich - und es macht wirklich Spaß zuzusehen, wie sie selbst mehr und mehr Freude an ihren Erfolgen findet und genießt.
Beim Tippen lernen wird auch noch (ohne großes Tamtam deswegen zu machen) Rechtschreibung gelernt.
Ich bin RapidTyping wirklich dankbar :)
Was haltet ihr davon?
Wir haben jetzt innerhalb von 6 Monaten (nur jede 2.te Woche geübt) zwei Verdoppelungen der Lesegeschwindigkeit bekommen. Angefangen mit 8 wpm (Wörter pro Minute) auf 20 und letztens sogar 46 wpm. (Ja, es gab eine kleine Party :) )
(Der Link zum Download)
(Der Link zur Website)
Was ist RapidTyping?
RapidTyping ist eigentlich ein Programm um 10-Finger-System zu lernen. Und es ist kostenlos!
Wie kann man damit bei Dyslexie helfen?
Ich benütze es so, dass Nami sich eine Geschichte aussuchen darf (meistens ein Märchen von Brüder Grimm), dieses kopieren wir in RapidTyping. Dann liest sie es vor und ich tippe während dessen mit. Bei Fehlern halte ich an. Außer ich merke es würde sie entmutigen, dann tippe ich einfach weiter.
Hier seht ihr das Interface in das man Texte einfach reinkopieren kann:
Sofortiges Feedback!
Besonders am Anfang ist ein Training mit Dyslexie sehr frustrierend.
Ohne RapidTyping: Der Unterschied zwischen 8 und 12 Wörtern in der Minute ist praktisch nicht wahrnehmbar. Nein, man hat bei beidem das Gefühl man müsse gleich in den Tisch beißen, weil es so langsam vorangeht. (Mit der Zeit gewinnt man Geduld :) ).
Mit RapidTyping: Man kann sich die Lesegeschwindigkeit in "Buchstaben pro Minute" und "Wörter pro Minute" anzeigen lassen. Dies wird konstant ausgerechnet - Erfolge werden so sofort sichtbar und motivieren alle Beteiligten.
Statistiken!
RapidTyping legt für jeden Schüler sehr gute Statistiken an, in denen man sich die Fortschritte anschauen kann - über die ganze Zeit.
Totale Flexibilität
Man kann den Text einzeilig oder mehrzeilig darstellen lassen
Dieses ist für Lerner sehr wertvoll, die oft die Zeile verlieren - ein einzeiliger Text hilft hier sehr stark!
Man kann die Schriftgröße (also auch riesig) einstellen und die Schriftart selber.
Ein Cursor (kleines Rechteck) zeigt die ganze Zeit, bei welchem Buchstaben /Wort man sich befindet.
Man kann den Cursor über den Text wandern lassen, oder den Text unter dem Cursor weg.
Zusätzlich kann man auch noch ein Metronom einstellen, dass Zeitdruck anzeigt. Läuft es ab färbt sich der Buchstabe unter dem Cursor gelb und ist schwerer zu lesen. Dies kann man abstellen, einstellen, eigene Ablaufzeiten eingeben, etc.
Durch die Flexibilität kann man viele verschiedene Übungen machen (z.B. alle A's suchen, uvm.)
Multisensorisch
RapidTyping hat ein wirklich schönes Interface. Es ist bunt, hat süße Bilder und die süßen Bilder lenken nicht ab. Die Geräusche, die es macht wenn man tippt und wenn man sich verhaut sind auch schön und nicht störend.
Zusätzlich kann man damit tippen lernen. Seitdem Nami nun ein gutes Niveau erreicht hat, hat sie selbst damit angefangen tippen zu lernen. Das bedeutet sie tippt ihre Buchstaben selber und verknüpft eindeutig eine Bewegungsabfolge mit einem Buchstaben. Auch hier steigert sie sich - und es macht wirklich Spaß zuzusehen, wie sie selbst mehr und mehr Freude an ihren Erfolgen findet und genießt.
Beim Tippen lernen wird auch noch (ohne großes Tamtam deswegen zu machen) Rechtschreibung gelernt.
Wenn der Leser schneller wird als der Schreiber
Nami hat mittlerweile eine Geschwindigkeit erreicht, die ich nur noch mit Mühe tippe (also ca. 270 - 300 Buchstaben pro Minute (cpm) ). Hier tippe ich nicht mehr mit, sondern drücke nur noch auf die Leertaste und der ganze Text wird rot - aber ich kann genau in ihrer Geschwindigkeit mithalten und immer über ihrem Wort sein.Ich bin RapidTyping wirklich dankbar :)
Was haltet ihr davon?
Abonnieren
Posts (Atom)
