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Montag, 15. Dezember 2014

300 Erfahrungsberichte über Home-Schooling

Die australische Behörde hat vor kurzem eine Umfrage gemacht, bei der (besonders) Betroffene ihre Meinung über Home-Schooling abgeben konnten.

Hier ist der volle Link zu den Dokumenten

Die Dokumente gliedern sich in verschiedene Kategorien:
1.) Homeschooler, Fernbildung und Unschooler (darunter sind sowohl massiv kinderreiche christliche Familien, als auch sehr weltliche Eltern mit ein paar Kindern) - viele haben schon erwachsene Kinder (auch mal 24 Jahre alt).
2.) Helfer, die diesen Prozeß unterstützt haben. Es gibt anscheinend in Australien die Möglichkeit sein Homeschooling von einem Kirchenmann oder anderem Helfer unterstützen zu lassen.
3.) Erwachsene Home-/Unschooler selbst
4.) Lehrer, die es sich gar nicht vorstellen können, wie Kinder jemals etwas zu Hause werden können und auch es unbegreiflich finden, wie ein Elternteil alle Fähigkeiten vermitteln können soll, bei der eine ganze Schar von hochausgebildeten Superpädagogen und Spezialisten schon hin- und wieder versagen (natürlich aufgrund der Unbelehrbarkeit so mancher Kinder).

Hier eine Liste der Beispiele:
Eine Doktorin (Medizin), die ihre Medizin-Uni herausragend abgeschlossen hat, nun selbst 3 Kinder hat und dankbar ist, dass sie Homeschooling machen durfte:
Homeschooling, richtig ausgeführt, ermöglicht Kindern eine fröhliche, unterstützende, akademisch gesunde und sozial bereichernde Bildung zu geben.


Dienstag, 2. Dezember 2014

Studie über Schule vs. strukturiertes Homeschooling vs. unstrukturiertes Homeschooling

Studie 1:  Die Studie der Concordia Universtität, die drei Gruppen (Kanada) untersucht hat:

(Link zur Original Studie)
(Eine Besprechung aus akademischer Sicht mit zusätzl. Literatur (z.B. Rudner 1999))
(Woodcock-Johnson Test of Achievement)


1.) Kinder aus öffentlichen Schulen (Kontrollgruppe)
2.) Homeschooler
3.) unstrukturierte Homeschooler (Richtung Unschooling, Kinder-geführtes-Lernen)

Das Video trägt den reißerischen Titel: Sind Homeschooler schlauer?



  • Man hat berücksichtigt, dass Homeschooler und Schooler verschiedene Dinge lernen und deswegen den Wissensstand auf 7 Gebieten überprüft, anstatt es am Lehrplan der Schulen fest zu machen. (Lesen, Rechnen, Soziale Fächer, ...)
  • Kontrollgruppe der öffentlichen Schulen waren sehr kontrolliert, also ähnliche Einkommensgruppe, Bildungsstand der Eltern, etc.
  • Es waren keine Opt-Outs-Homeschooler - sondern Eltern, die sich von Anfang an für Homeschooling entschieden hatten.
  • Alle 3 Gruppen waren selbst-selektiert - also freiwillige Meldungen (gegenüber Rudner-Studie).
  • Die Studie hat nur Grundschulkinder untersucht (5-10 Jahre).


Die Ergebnisse zusammengefasst:

  • Gründe für Homeschooling: Bullying in Schulen, versteckter Lehrplan, Gender Stereotypes (Mädchen können kein Mathe, etc)
  • Homeschooler generell geringeres Gehalt
  • Signifikant stärkere Ergebnisse in 5 der 7 Gebiete der strukturellen Homeschooler
  • Homeschooler sind bis zu 5 Stufen den öffentlichen Schulgängern voraus.
  • Je weniger Strukturierung, desto schlechtere Performanz in den frühen Jahren (komplett ohne Struktur: sogar unter öffentlichen Schulen (aber nicht signifikant))
  • Die Skala bei Homeschooling geht von komplett frei bis sehr strukturiertem Homeschooling (inkl. Lehrplan)
  • Eltern und Umgebungen bei Homeschoolern waren sehr liebend, warm, partizipierend, inspirierend
  • Sozialisierung über Vereine/Gruppen - sehr viele Gruppen. Ihre Tage waren länger, sie hatten mehr Zeit (minute 24:00 im Video)

Am Ende wird noch gefragt, warum die Homeschooler so weit voraus sind:
Hypothesen:
  • 1-zu-1 Lehrer-Schüler-Verhältnis
  • Höhere Sensitivität für die Kinder